Circular Lighting
Circular Lighting beschreibt die Anwendung der KreislaufwirtschaftKreislaufwirtschaft auf Beleuchtungssysteme. Ziel ist es, Leuchten und Lichtquellen so zu entwickeln, dass sie möglichst lange genutzt, repariert, modernisiert und am Ende ihres LebenszyklusLebenszyklus wiederverwendet oder recycelt werden können. Damit verfolgt Circular Lighting das Ziel, das lineare Prinzip „Produzieren – Nutzen – Entsorgen“ durch möglichst geschlossene Produkt- und Materialkreisläufe zu ersetzen.
Ein wichtiger Bestandteil ist das Design for Disassembly. Dabei werden Leuchten und Leuchtmittel so konstruiert, dass einzelne Komponenten einfach ausgetauscht, repariert oder sortenrein getrennt und recycelt werden können. Der gesamte Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung über die Nutzung bis zum Rückbau – wird bereits bei der Produktentwicklung berücksichtigt.
Im Bereich LED-RetrofitLED-Retrofit leistet Circular Lighting einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung. Durch die Weiterverwendung vorhandener Leuchten und den Austausch der Lichtquelle statt der gesamten Leuchte können Materialverbrauch und Abfall reduziert sowie Ressourcen geschont werden.
Hinweis:
Mit der EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR)EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR) und dem Recht auf Reparatur (EU-Richtlinie 2024/1799)Recht auf Reparatur (EU-Richtlinie 2024/1799) gewinnt die Reparierbarkeit und Kreislauffähigkeit von Produkten in der Europäischen Union weiter an Bedeutung. Die ESPR schafft den Rahmen für produktspezifische Anforderungen an Aspekte wie Langlebigkeit, Reparierbarkeit, Ressourceneffizienz und Recyclingfähigkeit sowie für den Digitalen Produktpass (DPP)Digitalen Produktpass (DPP). Dieser soll künftig standardisierte Informationen unter anderem zu Materialien, Reparierbarkeit und weiteren Nachhaltigkeitsmerkmalen eines Produkts digital verfügbar machen.
Ergänzend stärkt die Richtlinie (EU) 2024/1799 zur Förderung der Reparatur von Waren die Reparatur bestimmter Produktgruppen und soll dazu beitragen, deren Nutzungsdauer zu verlängern und die vorzeitige Entsorgung funktionsfähiger beziehungsweise reparierbarer Produkte zu vermeiden. Deutschland hat die Richtlinie 2026 in nationales Recht umgesetzt. ESPR, Digitaler Produktpass und Recht auf Reparatur unterstützen damit den Übergang von einer linearen Produktnutzung zu langlebigen, reparierbaren und kreislauffähigen Produktkonzepten.
Siehe auch:
- Kreislaufwirtschaft (Circular Economy)Kreislaufwirtschaft (Circular Economy)
- LED-RetrofitLED-Retrofit
- Recht auf Reparatur (EU-Richtlinie 2024/1799)Recht auf Reparatur (EU-Richtlinie 2024/1799)
- ESPR (Ecodesign for Sustainable Products Regulation)ESPR (Ecodesign for Sustainable Products Regulation)
- Digitaler Produktpass (DPP)Digitaler Produktpass (DPP)
Weiterführende Artikel:
- Circular Lighting - Ressourcen effizient nutzen und schonenCircular Lighting - Ressourcen effizient nutzen und schonen
- EPD (Environmental Product Declaration) der GLT LED TUBEEPD (Environmental Product Declaration) der GLT LED TUBE
- GLT-Mehrweg-SystemGLT-Mehrweg-System
- Fehler beim Umrüsten auf LED vermeiden: Praxisnahe ChecklisteFehler beim Umrüsten auf LED vermeiden: Praxisnahe Checkliste