Fehler beim Umrüsten auf LED vermeiden: Praxisnahe Checkliste
Der Begriff Retrofit bezeichnet die Modernisierung bestehender Anlagen oder Betriebsmittel. In der Beleuchtung bedeutet Retrofit, moderne LED-Technik in vorhandene Leuchten und Armaturen zu integrieren. Beim Austausch von Leuchtstoffröhren durch LED-Röhren ist das die wirtschaftlichste und nachhaltigste Lösung – vorausgesetzt, typische Fehler werden vermieden
130.000 h
(L70)
IEC EN 62776
1:1 Ersatz T5/T8
-40°C bis +70°C
Industrie tauglich
bis 80%
Energie sparen
Fehler 1: Verwendung inkompatibler LED-Röhren
Für den Erhalt von CE-Konformität, Brandschutz und E-Check ist der Einsatz eines kompatiblen LED-Leuchtmittels zwingend erforderlich. Die LED-Röhre muss die Anforderungen für LED-Retrofit nach IEC EN 62776 erfüllen und zur vorhandenen Fassung passen. Wichtig:
- LED-Röhre T5 nur für G5-Sockel
- LED-Röhre T8 nur für G13-Sockel
LED-Retrofit-Röhren sind deshalb für alle gängigen Sockel (G5/G13) und in allen gängigen Längen erhältlich. Bei Unsicherheiten sollte eine Elektrofachkraft oder der Hersteller hinzugezogen werden.
Fehler 2: Falsche Verdrahtung bei der Installation
Hochwertige LED-Röhren verfügen über einen integrierten Treiber und werden direkt an 230 V betrieben. Externe Vorschaltgeräte müssen stillgelegt werden. Eine fehlerhafte Umverdrahtung stellt ein Sicherheitsrisiko dar und beeinträchtigt Effizienz und Funktion des Beleuchtungssystems.
- KVG/VVG: Starter entfernen und durch Dummy ersetzen → LED-Röhre einsetzen.
- EVG: Einmalige Umverdrahtung zwingend durch Elektrofachkraft, danach einfacher Leuchtmitteltausch.
Fehler 3: Lebensdauer falsch eingeschätzt
Die Lebensdauer ist der wichtigste Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsfaktor einer LED-Röhre. Je höher sie ist, desto geringer sind Wartungs- und Austauschkosten.
Wichtige Kriterien:
- L70-Bewertung ≥ 100.000 h (GLT LED TUBE: 130.000 h).
- Dokumentierte Ausfallwahrscheinlichkeit (GLT LED TUBE: < 1% in 50.000h).
- Temperaturbereich –20°C bis +60°C gemäß EN 62776 (GLT LED TUBE: -40°C bis +70°C).
Achtung: Sehr günstige LED-Röhren erreichen oft nur ca. 30.000 h Lebensdauer bei Umgebungstemperaturen von -20°C bis +45°C.
Fehler 4: Energieeffizienz & Qualität falsch bewertet
Neben der Lebensdauer ist die Energieeffizienz der größte wirtschaftliche Hebel. Entscheidend sind:
- Integrierter Hochleistungs-Treiber: Externe Vorschaltgeräte verursachen zusätzlichen Leistungsverlust und mindern die Gesamtleistung des Systems.
- Hochwertige LED´s.
- Hohe Lichtausbeute Lumen/Watt (GLT LED TUBE bis 210 lm/W).
- Aluminium-Trägerprofil statt Kunststoff.
- Schlagfeste Polycarbonat-Abdeckung (IK10).
- Ggf. IFS-Konformität für Lebensmittelbereiche.
Fehler 5: Schlechte Lichtqualität
Die Lichtqualität beeinflusst Arbeitsleistung, Sicherheit und Wohlbefinden. Häufige Fehler sind falsche Farbtemperatur oder unzureichende Farbwiedergabe.
Farbtemperatur (Kelvin):
- 6.500 K → kalt, nicht für menschliche Aufenthaltsbereiche geeignet.
- 4.000–5.000 K → gesundes Licht, Standard im professionellen Umfeld.
- 3.000 K → warm, Wohnbereiche und Ruhezonen.
Farbwiedergabe (CRI/Ra):
- Ra 80 → Standard.
- Ra ≥ 90 → hohe Farbtreue für anspruchsvolle Anwendungen.
Wichtig: Vorgaben der Anforderungen an die Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen (DIN EN 12464-1) beachten!
Fehler 6: Kapitalrendite (ROI) falsch eingeschätzt
Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung zeigt, wann sich das Retrofit amortisiert. Sie berücksichtigt Anschaffungskosten, Energieeinsparung, Lebensdauer und Wartungskosten.
Ob Kauf oder Miete - Nutzen Sie den GLT-Kalkulator, um Ihre Einsparung zu berechnen.
Fehler 7: Ökologie & Umweltauswirkungen nicht bedacht
Setzen Sie auf Qualität Made in Europe und verifizierte Umweltdaten. Denn ca. 80% der LED-Röhren kommen heute aus dem asiatischen Raum und sind nicht reparier- oder recycelbar, sie werden nach Lebensende als Elektromüll entsorgt. Wir stellen uns diesem Trend entgegen und haben mit der GLT LED TUBE eine LED-Röhre entwickelt, die nach dem Prinzip des Circular Lighting funktioniert:
- EPD nach ISO 14025 und EN 15804 (Cradle-to-Grave).
- ESG-konforme CO2-Bilanz.
- Reparierbarkeit & GLT-Mehrwegsystem.
- Recyclingquote ca. 90%.
Fehler 8: Normen werden nicht eingehalten
Achten Sie bei der LED-Leuchtröhre auf folgende Normen (Datenblatt prüfen):
- IEC EN 62776 – LED-Retrofit G5/G13.
- EU-Ökodesign-Verordnung 2024/1781 (ESPR) – Produktqualität, Langlebigkeit, Reparier- und Recyclingfähigkeit.
- RoHS-Richtlinie – Schadstofffreiheit.
- ENEC – elektrische Sicherheit & EMV.
Seit August 2023 sind T5/T8-Leuchtstoffröhren verboten. Der Weiterbetrieb gefährdet die CE-Konformität Ihrer Beleuchtungsanlage.
Konkrete Empfehlungen nach Einsatzbereich
Häufige Fragen zu LED-Röhren T5 und T8
Kann ich T5 durch T8 ersetzen?
Grundsätzlich nein – T5 und T8 Röhren sind mechanisch und elektrisch nicht kompatibel.
T5-Röhren haben einen G5-Sockel (schmaler Pin-Abstand), T8-Röhren einen G13-Sockel (breiter Pin-Abstand). Zudem benötigte T5 in der Leuchtstofftechnik immer ein EVG, während T8 häufig mit KVG und Starter betrieben wurde.
LED-Retrofit einfach erklärt:
Für LED-Retrofit gibt es T5- und T8-LED-Röhren in allen gängigen Längen, sodass jede Leuchtstoffröhre 1:1 ersetzt werden kann. Entscheidend ist, immer eine LED-Röhre mit integriertem Treiber zu wählen und vorhandene Vorschaltgeräte stillzulegen.
Nach der Umverdrahtung und dem Entfernen von EVG/KVG wird die passende LED-Röhre (T5 oder T8) eingesetzt und kann künftig ohne Fachkraft und herstellerunabhängig gewechselt werden.
Fazit:
• Direktes Tauschen T5 ↔ T8 ist nicht möglich.
• Nach normgerechter Umrüstung auf 230 V kann die Leuchte mit der passenden LED-Röhre sicher weiterbetrieben werden.
Wie erfolgt der Wechsel bei einem Konventionellen Vorschaltgerät (KVG)?
Bei Armaturen mit einem konventionellen Vorschaltgerät ersetzen Sie den Starter durch einen Dummy. Danach montieren Sie die GLT LED TUBE anstelle der alten Leuchtstoffröhre.
Wie erfolgt der Wechsel bei einem Elektronischen Vorschaltgerät (EVG)?
Die Montage einer GLT LED TUBE in eine EVG-Armatur muss durch einen Fachmann erfolgen. Dank der direkten Stromversorgung der GLT LED TUBE fällt der Störfaktor Vorschaltgerät weg und die Betriebszuverlässigkeit wird erhöht.
Können wir die vorhandenen Leuchten und Armaturen (T5/G5 oder T8/G13) nutzen?
Ja, bei der Umrüstung können Sie in der Regel Ihre bestehenden Leuchten weiterverwenden. Die GLT LED TUBE ist so konzipiert, dass sie mit den meisten Standardleuchten kompatibel ist, was den Austausch einfach und kosteneffizient macht. Dadurch sparen Sie Zeit und Kosten, da keine aufwendigen Neuinstallationen notwendig sind.
In welchen Varianten T5 und T8 gibt es die GLT LED TUBE?
Die GLT LED TUBE ist in allen gängigen Varianten T5 und T8 erhältlich, um unterschiedliche Anforderungen optimal zu erfüllen. Sie gibt es in allen Standardlängen von 550 mm bis 1800 mm sowie in verschiedenen Leuchtstärken, die je nach Bedarf unterschiedliche Helligkeitsstufen bieten. Zudem sind sie in den Farbtemperaturen 3000K, 4000K und 5000K verfügbar. Verschiedene Abstrahlwinkel ermöglichen eine angepasste Lichtverteilung je nach Einsatzbereich. Dank standardisierter Schnittstellen nach IEC/EN 62776 sind die Modelle mit standardisierten Endkappen (T5 oder T8) ausgestattet und somit einfach austauschbar. So bietet die GLT LED TUBE maximale Flexibilität und Effizienz für vielfältige Beleuchtungsanforderungen.
Wie lange halten die LED-Röhren?
Die GLT LED TUBE erreicht eine geprüfte Lebensdauer von 130.000 Stunden (L70) und gehört damit zu den langlebigsten LED-Röhren am Markt. Möglich wird dies durch eine vollständig in SMD-Technik aufgebaute Elektronik, ein integriertes Hochleistungsnetzteil und optimiertes Thermomanagement.
Alle GLT TUBES erfüllen die relevanten EU-Normen, darunter ENEC und die Retrofit-Norm IEC/EN 62776, und werden am zertifizierten Standort Aspach nach ISO 9001 und ISO 14001:2015 gefertigt. Das Ergebnis ist eine extrem langlebige, stabile und nachhaltige LED-Röhre für professionelle Anwendungen.
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